Großanlagen für Gülleverarbeitung vor dem Start

Im Kreis Cloppenburg sollen zwei Großanlagen zur Aufbereitung von Gülle und Mist aus der Tierhaltung entstehen. Der Zweckverband des Gewerbegebietes C-Port am Künstkanal habe dem Verkauf von Grundstücken an die Investoren Revis Bioenergy aus Münster und Kaskum aus Friesoythe zugestimmt, teilte der Verbandsausschuss mit.


In dem von Landkreis, Stadt Friesoythe und der Gemeinde Saterland betriebenen Gewerbegebiet sollen eine Großanlage zur Herstellung von Biomethan entstehen sowie eine Aufbereitungsanlage für Schweinegülle. Revis will eine Million Tonnen Wirtschaftsdünger pro Jahr aus der Region verwenden, Kaskum eine Million Kubikmeter Schweinegülle. Beide Unternehmen wollen eigenen Angaben zufolge insgesamt mehr als 115 Millionen Euro investieren, bis zu 120 Arbeitsplätze könnten entstehen.


Kommunen, Landwirtschaft und Wasserwirtschaft erhoffen sich Entlastung bei der Verwertung der gewaltigen Mengen an Gülle und Mist, die wegen der intensiven Tierhaltung in der Region anfallen. Aus der Gemeinde Saterland kommt hingegen auch politischer Gegenwind vom Bürgermeister. Auch eine Bürgerinitiative hat sich gegründet, die vor allem vor den umweltpolitischen Risiken der Großanlagen warnt. Der Gemeinderat von Saterland beschäftigt sich am 22. Juni mit den Vorhaben.

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