Schleswig-Holsteins Bauern sollen Gülle effizienter nutzen

Schleswig-Holsteins Bauern sollen Gülle und Gärreste effizienter nutzen und auf den Zukauf von Mineraldünger verzichten. Das geht aus dem am Dienstag vorgestellten Nährstoffbericht des Landes hervor. «Wir müssen die Nährstoffüberschüsse dringend reduzieren, um sowohl die Gewässer zu schützen als auch zum Klimaschutz beizutragen», sagte Umwelt- und Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht (Grüne). Hintergrund ist, dass die Nährstoffüberschüsse in Schleswig-Holstein in den vergangenen Jahren nicht gesunken sind, und Grundwasser, Oberflächen- und Küstengewässer weiterhin stark belasten.


«Der Bericht zeigt klar auf, dass sich die Nährstoffsituation leider nicht gebessert hat. Das ist ein alarmierender Befund. Wir müssen die Nährstoffüberschüsse dringend reduzieren, um sowohl die Gewässer zu schützen als auch zum Klimaschutz beizutragen. Dabei kann die anstehende Novellierung der Düngeverordnung im Bund wichtige Akzente setzen», sagte Albrecht. Zur Verringerung der Eintragssituation seien gemeinsame Anstrengungen der Landwirtschaft und der Verwaltung nötig.


«Nur mit einer konstruktiven Zusammenarbeit lassen sich die Anforderungen des Gewässerschutzes und der Landwirtschaft gemeinsam in die Zukunft bringen», sagte Albrecht. Dies sei gerade vor dem Hintergrund der veränderten Düngeverordnung wichtig, weil die Gewässerschutzberatung bei der Umsetzung hilft und so dazu beitragen kann, die Folgen für die Betriebe abzumildern.

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